2016 Laboe aktuell (Monatsmagazin)

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Laboe Aktuell Dezember 2016

Liebe Laboerinen und Laboer!
Vor 2 Jahren stimmten die Bürger für den Erhalt der MWSH
Am 22.09.2016, einen Tag nach Ablauf der zweijährigen Bindungsfrist durch den Bürgerentscheid 2014 zum Erhalt der MWSH führten Mitglieder des Fördervereins einen außerordentlichen Infostand auf dem Wochenmarkt durch.
Wie sich zeigte, war der auch sehr wichtig:
Nach verschiedenen Artikeln in den Medien, u.a. in der KN am 21.09., zeigten sich viele Menschen wie aufgestört und alarmiert.
Mit unserer neuesten Info-Post Nr.3 konnten wir unseren Vorschlag zum Erhalt der Halle ausführlicher und wohl auch nachhaltiger ergänzend und korrigierend verdeutlichen. Dies fand so reges Interesse, dass manche unsere Info-Post noch im Stehen oder Gehen gelesen haben. Auch für unsere Protestkarten an die Laboer Bürgermeisterin, die in einer ihrem Gewicht angemessenen Aktion übergeben werden sollen, hatten wir an einem einzigen Markttag noch nie so viele Unterschriften wie dieses Mal bekommen: weit über 60! und zum jetzigen Stand sind es schon über 600 und es werden immer mehr.
Sicherlich bedrückten die Menschen auch die ziemlich hohen Zahlen der an der Ostseeküste Ertrunkenen und natürlich war es eine unvorstellbare Vorstellung, eigene Kinder, Enkel … könnten betroffen sein.
Berechtigt empört waren die Gemüter über die reduzierten Öffnungszeiten, besonders auch über die sog. ‚Mittagspause‘ und die saftigen Preiserhöhungen in Verbindung mit der Kurabgabe. – Dass wir uns nicht schämen, die Daseinsvorsorge, für die doch alle einzahlen müssen, eher den Bessergestellten zugänglich zu machen, als z. B. schon ganz normalen Familien mit ihren Kindern, geschweige denn Hartz-IV-Empfängern bzw. auf Grundsicherung angewiesene Senior*innen: Die gibt es doch auch noch!
Unisono sah man in diesen Maßnahmen überhaupt keinen Sinn, schon gar nicht einen zum Erhalt der Halle.
„Wie kann man sich nur so mit seiner Bevölkerung entzweien, man will doch von denen gewählt werden“, können wir da nur einen Politiker aus einer Nachbargemeinde zitieren.
In unserer Info-Post Nr.3 - veröffentlicht in unserem Infokasten an der MWSH, bzw. erhältlich am monatlichen Infostand auf dem Wochenmarkt, oder über unsere Homepage: www.hallenbad-laboe.de - verdeutlichen wir den Weg zur Gründung eines Zweckverbandes zum Erhalt der Schwimmhalle, der bereits im vorliegenden Konzept (vgl. Infoflyer vom Sept. 2016) des Fördervereins vorliegt.
Der Stolz auf unsere Gemeinde, unsere Region, speist sich weniger aus präsentiertem Luxus (Yachten, Autos, 4-Sterne Hotels…), als aus nachhaltiger Daseinsvorsorge und Lebensqualität für die Bürger*innen.
Eine ehemalige Lehrerin aus Laboe konnte den einen Teil davon noch so auf den Punkt bringen: „Wir waren immer stolz darauf, dass kein Kind bei uns aus der Schule entlassen wurde, das nicht schwimmen konnte.“
Das ist unser ‚Leuchtturm-Projekt‘ für die Region!


Spiele- und Tobestunden in unserer Schwimmhalle in Laboe
Die Herbstferien hatten wir auch in diesem Jahr zum Anlass genommen, für unsere Kinder die Schwimmhalle für Spiele- und Tobestunden gemeinsam mit dem Turnverein Laboe anzumieten, um ihnen die Möglichkeit für kostenlosen Ferienspaß zu bieten. Die DLRG und Trainer der Schwimmsparte des TVL sorgten am Beckenrand für die Sicherheit der der spielenden Kinder.
Am 20. und 27. Oktober 2016 kamen jeweils ca. 50 Kinder, um 2 Stunden lang im Wasser ungestört zu toben, denn an diesen beiden Terminen gehörte ihnen die Schwimmhalle ganz allein.
Von den Kindern wurden die zwei Stunden Spaß voll ausgekostet – viele wären gern noch länger im Wasser geblieben!
Von Seiten der Eltern - insbesondere der auswärtigen - wurde immer wieder ein tiefes Bedauern über die geplante Schließung der Schwimmhalle ausgesprochen. Es wurde ausdrücklich betont, dass für einen Urlaub mit Kindern zu dieser Jahreszeit bewusst nur ein Ort mit Schwimmhalle ausgewählt wird.
Am 20.10. beispielsweise waren 55 % der Besucher Kinder von Urlaubsgästen, 20 % Laboer Kinder und 25% Kinder aus Nachbargemeinden. Am 27.10. besuchten wiederum 20% Laboer Kinder und sogar 80 % Kinder aus den Umlandgemeinden die Tobestunden.
Wir freuen uns, dass wir auch in diesen Herbstferien allen Kindern einen kostenlosen Ferienspaß bieten konnten.

Hinweis:
Auch in den Weihnachtsferien können alle Kinder dieses kostenlose Angebot erneut nutzen.
Termine: 29.12.2016 und 05.01.2017 jeweils von 16:00 – 18:00 Uhr!
Lebendiger Adventskalender am 14.12.2016
im Foyer der MWSH ab 17:00 Uhr

Wir freuen uns auf unsere Mitglieder, Freunde und alle interessierten Bürger!

Mit den besten Wünschen für eine besinnliche Adventszeit,
ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Jahr 2017!

Herzlichst Ihr Förderverein Hallenbad Laboe e.V.

Laboe Aktuell November 2016


Liebe Laboerinnen und Laboer!
Am 21.9.2016 ist die Bindungsfrist für die Gemeinde zum Erhalt der ‚MWSH‘ abgelaufen. Seit 2012 gibt es ein großes, stetiges Engagement der Bürger*Innen zum Erhalt der ‚MWSH‘, was sich auch in der Mitgliederzahl unseres Fördervereins widerspiegelt. Die ganze Region ist hier vertreten, auch Urlaubsgäste aus ganz Deutschland und sogar aus dem Ausland.
Immer wieder und auch jetzt, durch den GV-Beschluss zur Offenhaltung der Schwimmhalle bis Oktober 2017, ist ihr langfristiger Erhalt aber keineswegs gesichert. Finanzielle Probleme der Gemeinde erscheinen nach wie vor ungelöst. Selbstverständlich gehört das Ermöglichen des sicheren Schwimmenlernens - wie die zunehmende Gefährdung durch Ertrinken, gerade bei Kindern, nachdrücklich zeigt - zur öffentlichen Daseinsvorsorge. Gerade in einem Bereich, in dem private Investoren durch notwendige Profitinteressen eher negativ aufgefallen sind. Das Recht und die Pflicht, solche öffentlichen Belange zu regeln und Gelder hierfür bereit zu stellen, liegt primär bei den Kommunen. Erst bei Überforderung, wie bei uns in Laboe, sollte eine übergeordnete Instanz zum Tragen kommen!
Eine solche wäre, wie vom Förderverein vorgeschlagen, ein regional installierter Zweckverband. Juristisch und wirtschaftlich ist die Gründung eines solchen - zum Erhalt der ‚MWSH‘ - möglich und notwendig! Selbstverständlich ist es nicht ganz einfach, mehrere Kommunen en passant unter diesem zweckgebundenen Hut zu vereinen, aber ein grundlegend demokratischer Prozess, der zeitnah realisierbar ist. Denn:
Die gesamte Region ist sich einig, dass sie eine Schwimmhalle braucht und will!
Inzwischen ist auch bekannt, wie viel Geld allein durch den Tourismus in die Region fließt und offensichtlich die ‚MWSH‘ in dieser Hinsicht eine besondere Rolle als Tourismusmagnet spielt. Insofern sollte die Bereitschaft zur Mitfinanzierung gegeben sein! Da ein Zweckverband u.a. auch selbst Beiträge erheben kann, sollte also das Grundproblem der Finanzierung der ‚MWSH‘ lösbar sein. Die genaue Ausgestaltung, bzw. der richtige Schlüssel für eine gerechte Lastenverteilung ist Verhandlungssache. Um ‚Butter bei die Fische‘ zu kriegen, haben wir als Förderverein nicht die Ausgabe gescheut, einen ausgewiesenen Experten für uns zu gewinnen, Herrn Prof. Dr. Heim, beratend tätig gerade auch bei Schwimmbädern, um die Grundlagen für das Konzept eines zu gründenden Zweckverbandes fachlich darzustellen. Die Halle sollte dann professionell geführt werden – unter Beteiligung von Bürger*Innen aus der ganzen Region!
Die Voraussetzung zum Erhalt unserer ‚MWSH‘ - die solide Finanzierung - , die auch unsere Gemeinde in ihrem Finanztableau nicht aus dem Lot bringt, ist machbar!
Beispielsweise hieße das auch, dass Schlaglöcher in unseren Straßen, wenngleich nicht lebensbedrohlich, geflickt werden könnten. Auch die wegen der ‚MWSH‘ erfolgte Erhöhung der Grundsteuer könnte wieder zurückgenommen werden. Über ein hauptamtliches Bürgermeisteramt könnte wieder nachgedacht werden & vieles mehr wäre denkbar…
Bereitschaft zum Dialog besteht unter anderem jeden ersten Donnerstag im Monat am Wochenmarkt Laboe!
Herzlichst
Ihr Förderverein zum Erhalt unserer ‚MWSH‘ mit den Mitgliedern und Unterstützern aus Laboe und der Region.


Und noch etwas….

Die Tage werden kürzer, die Abende länger und die Temperaturen frostiger - der lebendige Adventskalender mit Glühpunsch und Schmalzbroten ist nicht mehr weit.
Wie in jedem Jahr freuen wir uns auf einen stimmungsvollen Abend mit Freunden des Fördervereins!

Wann? Am 14. Dezember ab 17:00 Uhr
Wo? Wie immer im Foyer der Meerwasserschwimmhalle in Laboe

Laboe Aktuell Oktober 2016

Das nächste Schwimmbad in der Bredouille
Nach Laboe und Katzheide ist nun das dritte Schwimmbad in der Region - das Freibad Schwentinental - von der Schließung bedroht. Auch hier fließen die Informationen spärlich oder werden durch die Verschiebung in den nichtöffentlichen Teil der Sitzungen vor der betroffenen Bevölkerung unter Verschluss gehalten. Mit ihrer Eröffnungs- und Informationsveranstaltung am 31.08.2016 (die den vorhandenen Saal in seinen Kapazitäten sprengte) unter dem Motto "Quo vadis, Freibad?" hat die Fraktion und Partei der Grünen den Stein ins Rollen gebracht um Öffentlichkeit herzustellen und Interessierte zu finden. Um Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung vorzustellen, waren Abordnungen der Aktiven von Laboe und Katzheide eingeladen, ihren mühseligen Weg vorzustellen. Von beiden Abordnungen kam neben einer Schilderung des Erreichten auch die Zusage, zukünftig in Verbindung zu bleiben, um gemeinsam mehr zu erreichen.

Schwimmunterricht verhindert Todesfälle
Anfang September hat die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) eine vorläufige Bilanz der Badeunfälle gezogen. In den ersten acht Monaten des Jahres 2016 sind in deutschen Gewässern mindestens 425 Menschen ertrunken. Dies sind leider 12,14% mehr als im Vorjahr und der höchste Stand seit acht Jahren. In der Altersstatistik ist erstmalig seit Jahren ein Anstieg bei den Vorschulkindern zu verzeichnen. In der Altersklasse 0 – 5 Jahre starben 15 Kinder (+6). Auch bei den Grundschulkindern stieg die Zahl der Opfer um vier auf zwölf. Bei den 11- bis 14-Jährigen waren es 14 Todesfälle - neun mehr als 2015. „Diese Zahlen sind das Ergebnis der Bäderschließungen und damit verbundenen Ausfällen von Schwimmunterricht an den Schulen“, nennt der Präsident der DLRG Hans-Hubert Hatje den Grund für diese erschreckende Entwicklung.
Auch in unserer Schwimmhalle in Laboe lernen viele Schulkinder als auch Kinder von Urlaubsgästen in Laboe und Umgebung schwimmen, oder vertiefen ihre Schwimmfertigkeiten, um an Sicherheit zu gewinnen.
Diese alamierenden Zahlen sowie die überaus wichtige Tatsache, dass unsere Schwimmhalle der DLRG zu Trainingszwecken für deren Einsätze dient, bestärken den Förderverein in seinen Bemühungen, sich beständig für den Erhalt unserer MWSH einzusetzen.
Sollte sie geschlossen werden, würde dies die oben beschriebene Tendenz verschärfen!
Daher hoffen wir, dass die politisch verantwortlichen nach der Sommerpause auf Basis des im Juni von Verein vorgestellten Finanzierungskonzepts einen gemeinsamen Weg finden, die Zukunft der Meerwasserhalle zu sichern.

Unsere Meerwasserschwimmhalle im Fernsehen
Neben dem Schwimmunterricht dient das Hallenbad auch dem Sport und der Erholung. Welche Bedeutung die Schwimmhalle für die Region hat, konnte man beispielsweise daran erkennen, dass diese in der Sendung Mare TV über die Kieler Förde (NDR-Fernsehen) erwähnt wurde. Berichtet wurde über das neue Angebot des „Meerjungfrau-Schwimmens“ mit Monoflossen. Diese und andere vielfältige Nutzungsmöglichkeiten an einem einzigartigen Standort sollen in einem professionellen - vom Förderverein finanzierten - Werbefilm über die MWSH dargestellt werden. (Über das Vorhaben wurde an dieser Stelle bereits berichtet). Ohne Werbung keine neuen Kunden und damit Einnahmen! Bisher wurde die hierfür erbetene notwendige Drehgenehmigung, auch nach mehrmaliger Anfrage, immer noch nicht erteilt.

Laboe Aktuell September 2016

Sommer-Strand und Meer, keine Sonne und die Temperaturen im Keller.
Kein Problem für einen Urlauber in Laboe, hier ist doch eine Schwimmhalle.
Also auf ins Meerwasserhallenbad Laboe.

Hier wechselt die Freude der Kinder schnell in Enttäuschung.                                                                Das Bad schließt gleich,                                                                                                                         
es ist 13:30 Uhr, das Personal macht Mittagspause                                                        und heute am Mittwoch sogar bis 17:00 Uhr.

Was machen wir denn jetzt? Es fängt auch noch an zu regnen.
Warum gibt es hier in Laboe diese besonderen Öffnungszeiten (Schließungszeiten) ?


Rettungskonzept für die Schwimmhalle vorgestellt- Politik am Zug
Am 25. Juli hatte der Förderverein die Fraktionsvorsitzenden und die Bürgermeisterin zur Präsentation neuer Ideen für den Weiterbetrieb unserer Schwimmhalle eingeladen. Herr Prof. Dr. Heim, der vom Förderverein beauftragte Experte, stellte an diesem Abend ein Grundkonzept zur Sicherung der Zukunft der Schwimmhalle vor. Wie der Bürgermeisterin zugesichert, wurde dabei nicht über die Gespräche mit ihr geredet. Leider wollten die Bürgermeisterin als Verhandlungsführerin der Gemeindevertretung, die SPD und die CDU der Einladung nicht folgen. Nur die GAL, die Grüne Fraktion Laboe und die LWG waren erschienen.
Die Diskussion der letzten Jahre hat gezeigt, dass in der Politik die Vorstellungen, über die dem Gemeindehaushalt zumutbaren Kosten für den Weiterbetrieb der MWSH gemäß Bürgerentscheid auseinander gehen. Vor drei Jahren hatte die Gemeindevertretung ein Angebot einer Bürgergenossenschaft zur Übernahme der MWSH abgelehnt. Es ist klar geworden: Jeder Betreiber, der die MWSH übernehmen würde, wäre nicht kostengünstiger als das damalige Konzept. Zudem zeigt sich in der Schwimmhalle, dass nach Jahrzehnten dort wieder investiert werden muss.
Prof. Dr. Heim machte deutlich: Endlose Diskussionen der Ortspolitik über den Zuschussbedarf eines neuen Betreibers lösen nicht das grundsätzliche Problem. Der Erhalt der Schwimmhalle für die nächsten Jahre braucht ein verlässliches Finanzierungskonzept! Prof. Dr. Heim empfahl dafür die Gründung eines Zweckverbandes. Durch eigene Abgaben, z.B eine Tourismusabgabe von weniger als 1 Euro je Übernachtung könne dieser eine solide Finanzbasis für den Betrieb der MWSH schaffen. So würde der Laboer Gemeindehaushalt weitgehend entlastet, was ja von den Gegnern der Halle immer als Ziel genannt wird. Auch andere Zweckverbandsgemeinden müssten - wenn überhaupt - nur geringe Beiträge aufbringen. Ginge die Laboer Politik diesen Weg bliebe nicht nur die MWSH erhalten, sondern es könnten auch Mittel für dringend notwendige Investitionen oder einen späteren Neubau angespart werden. Der Förderverein begrüßt den kürzlich gefassten Beschluss der Gemeindevertretung, die Halle verbindlich bis zum Herbst 2017 weiter zu betreiben. Damit ist die nötige Zeit gegeben, um die Gründung eines Zweckverbandes in Angriff zu nehmen. Für diese Lösung muss das seit langem ausstehende Gutachten zur Schwimmbadversorgung der Region nicht abgewartet werden, denn das Finanzierungskonzept passt für Sanierung oder Neubau.

Die Gemeindevertretung nicht der Förderverein ist in der Verantwortung eine Lösung zu finden. Die Gemeindevertretung hat selbst die Bürger vor bald 2 Jahren befragt und deren Entscheidung für den Weiterbetrieb unserer Schwimmhalle bekommen. Mit dem vorgestellten Konzept hat der Förderverein eine Lösung aufgezeigt. Gehen muss diesen Weg aber die Politik! Der Förderverein würde sie dabei nach Kräften unterstützen!

Kostenlose Werbung für die Schwimmhalle nicht erwünscht
Im letzten Laboe aktuell hatte der Förderverein über seine Idee zur professionellen Erstellung eines Werbefilms für die Schwimmhalle berichtet. Der Film sollte nur mit Vereinsgeldern finanziert und der Gemeinde kostenlos zur Verfügung gestellt werden. So könnten zusätzliche Gäste für Schwimmhalle und Sauna gewonnen werden. Leider hat die Bürgermeisterin hierfür keine Drehgenehmigung erteilt. Höhere Einnahmen sind offensichtlich nicht angestrebt.

Hallenbäder - eine Not!!!wendigkeit

Am 31.Juli 2016 war der Tag der Seenotretter. Wir wissen alle, wie wichtig die DGzRS ist. Sie sind es, die unter Einsatz ihres eigenen Lebens auch bei allerschlechtesten Wetterbedingungen hinausfahren, um Leben zu retten.
Aber gibt es auch einen Tag der anderen Lebensretter, der DLRG ? (Deutsche-Lebens-Rettungs-Gesellschaft)
Diesen Jungs und Mädchen,
die im Sommer Tag für Tag an unseren Stränden entlang laufen mit ihrer roten Rettungsboje in der Hand, braungebrannt, gut gebaut und ganz locker - aber hoch motiviert und aufmerksam?
Sicher haben wir sie wahrgenommen und wir wiegen uns in Sicherheit. Es ist ja jemand da der aufpasst, wenn wir uns mal wieder etwas zu viel zugetraut haben, hier in den offenen Gewässern bei viel Wind und hohen Wellen. Sie machen doch einen guten Job, diese Aufpasser am Strand,
sind den ganzen Tag an der frischen Luft, in der Sonne und an einem Strand, wo wir Urlaub machen dürfen…. beneidenswert. Beneidenswert?

In meiner Jugend habe ich auch drei Jahre lang im Sommer diesen Dienst gemacht, am Strand der Weser. Wer einmal diesen Job gemacht hat, weiß um die Anspannung, die den ganzen Tag anhält, die Angst, es könnte eins von den vielen spielenden Kindern am und im Wasser in Not geraten, und ich übersehe das. Und wenn dann ein Einsatz kommt, müssen urplötzlich alle Kräfte mobilisiert werden, denn dieser Mensch, der gerade am Ertrinken ist, klammert sich an alles, was er greifen kann, natürlich auch an den Retter. Und wenn der nicht fachmännisch geschult und trainiert eingreift, gerät er selbst in Gefahr. Die so locker dahinschlendernden jugendlichen Strandwachen haben eine harte Ausbildung gemacht, Mut und Entschlusskraft trainiert und einige Rettungsprüfungen bestanden, bis sie diesen Job machen dürfen.

Diese gezielte Ausbildung und regelmäßiges Training kann nur in Schwimmhallen/Bädern und hauptsächlich im Winter erfolgen.

Für alle Retter, Lehrer, Trainer, Bademeister sind Hallenbäder eine Notwendigkeit.

Wenn es keine Hallenbäder mehr gibt, schwindet unsere Sicherheit am und im Wasser!

Laboe Aktuell August 2016

Auch im Sommer keine Pause.
Bei für die Kieler Woche ungewöhnlich gutem Wetter fand am 26. Juni die gemeinsame Feuerwerksfahrt mit dem VfR statt. In geselliger Runde mit musikalischer Untermalung von Victor und Mitgliedern des Vereins Ole Schippn ging es auf dem Fördedampfer nach Kiel.
Ein großes Dankeschön an Familie Hegewald und alle Helfer für die Organisation der Veranstaltung.

Der Sommer hat sich bisher recht kühl und wechselhaft gezeigt. Zum Glück können die Urlauber, wenn schon nicht direkt in der Ostsee, so doch im Meerwasser in unserer Schwimmhalle baden. Ein Vorteil von Laboe, den viele Touristen zu schätzen wissen, wie sie den Vereinsmitgliedern unter anderem am Infostand auf dem Wochenmarkt bestätigen.

Ein Werbefilm für die Schwimmhalle
Leider wird für das Hallenbad und die Sauna so gut wie keine Werbung gemacht. Viele potentielle Besucher werden so gar nicht erreicht. Dies hat den Förderverein auf die Idee gebracht, mit einem Werbefilm für die Halle und ihre einzigartige Lage am Meer zu werben. Heutzutage lässt sich über das Internet ein solcher Werbespot schnell bekannt machen. Der Verein plant, die Kosten für einen von Profis erstellten Film zu übernehmen. Dieser soll der Gemeinde dann unentgeltlich für den Einsatz - z.B. auf der Internetseite des Ostseebades - zur Verfügung gestellt werden. Gegen kostenlose Werbung kann niemand etwas haben. Daher hoffen wir, dass die Bürgermeisterin die bei Redaktionsschluss noch ausstehende Drehgenehmigung erteilt.

Wie die Zeit vergeht
Der Einsatz des Fördervereins für den Erhalt unserer Schwimmhalle dauert schon 4 Jahre. Eine Zeit, die auch an den diversen Pro-Schwimmhalle-Bannern im Ort nicht spurlos vorbeigegangen ist. Wer hätte schon gedacht, dass diese so lange hängen müssen. Daher wurden einige Banner erneuert und zeugen jetzt in frischen Farben vom Willen vieler Bürger sich weiterhin für den Erhalt der Schwimmhalle einzusetzen.

Viel Zeit ist auch vergangen, seit der Förderverein im Herbst letzten Jahres eine Eingabe nach § 16e Gemeindeordnung bei der Gemeindevertretung gemacht hat. Manches hat sich seitdem bereits geändert, aber die dem Bürger zustehende schriftliche Antwort steht noch aus.

Der Förderverein wünscht allen Einwohnern und Gästen eine schönen „Restsommer“!:

Laboe Aktuell Juli 2016

Foto Thomas Christiansen                                                                                                 von links: Uwe Thies, Tanja Petsch, Elfi Wedel, Manfred Beelert, Maren Biewald, Christian Matthes, Manfred Krutzinna                                                                                           

Ignorieren die Gemeindevertreter aus Laboe ein klares Votum ihrer Bürger?

Gut besucht war die Jahreshauptversammlung des Fördervereins Hallenbad Laboe. Kai-Uwe Dörr, Vorsitzender des TVL, überbrachte die Grüße des Vereins und bestärkte Vereinsmitglieder und Gäste in dem Vorhaben, die Meerwasserschwimmhalle in Laboe zu erhalten.
Dem ausführlichen Tätigkeitsbericht von Manfred Krutzinna (Vorstandsmitglied des Fördervereins) war zu entnehmen, welche Kraftanstrengungen der Verein in den letzten Monaten unternommen hat, um den Bürgerentscheid aus dem Jahr 2014 sowie das Vereinsziel - den Erhalt der Schwimmhalle – positiv voranzubringen. „Leider“, so Krutzinna, „blieb jeder Versuch einer konstruktiven Zusammenarbeit zur Herbeiführung einer Lösung bisher ergebnislos!“ Nach monatelangem Stillstand richtete der Verein im September 2015 eine Eingabe gem. § 16 e der Gemeindeordnung SH an die Gemeindevertretung. Zu dem Vorschlag, die Ausgaben für das von der Gemeinde geplante Gutachten zur Sanierung der Halle möglichst niedrig zu halten, ein Angebot der Experten der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen e.V. einzuholen, evtl. die Gründung eines Zweckverbandes zu überlegen sowie das Einwerben von Zuschüssen aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur wurde bis zum heutigen Tage seitens der Gemeinde keine Stellung bezogen.
Bei einer Podiumsdiskussion Ende September erweckten die Politiker den Eindruck, dass die MWSH im Zusammenwirken aller eine Zukunft haben könnte. Im Oktober wurde Eintrittspreis durch Erhebung einer Kurabgabe um 50% verteuert, wogegen der Förderverein protestierte, zumal die Einnahmen dem Tourismusbetrieb und nicht der Schwimmhalle zugute kommen Die Öffnungszeiten wurden reduziert und dringende Reparaturarbeiten nicht ausgeführt. Der konstruktiven Vorschlag zu Gesprächen hinsichtlich einer Kooperation mit der Kieler Bäder GmbH fand in der Gemeindevertretung keine Zustimmung. Ende Februar 2016 lud Bürgermeisterin Mordhorst zwei Vertreter des Vereinsvorstands und einen des Bürgerbegehrens zu einem Treffen. Fraktionsmitglieder wurden dazu nicht eingeladen und eine gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit war nicht mehr gewünscht!
Den Technikexperten des Vereins wurde ein Rundgang gestattet, wobei sich an vielen Stellen grobe Unordnung und nicht durchgeführte Mängelbeseitigung zeigte. Werbung für den Besuch der MWSH wird so gut wie gar nicht vorgenommen. Alles zusammen ist kontraproduktiv und weist in keiner Weise darauf hin, dass dem Bürgerbegehren zum Erhalt der Halle entsprochen wird.
Der Tätigkeit der Kassenwartin wurde als korrekt und lobenswert erachtet, dem Vorstand entsprechende Entlastung erteilt.
Dem gesamten Vorstand, bestehend aus Manfred Beelert, Maren Biewald, Manfred Krutzinna, Christian Matthes,Tanja Petsch, Uwe Thies und Elfi Wedel wurde das Vertrauen ausgesprochen. Sie wurden mit großer Stimmenmehrheit wiedergewählt. Alle Vorstandsmitglieder sind gleichberechtigt. Einen Vorsitzenden gibt es, nach positiver Abstimmung der Satzungsänderung, nicht mehr.
Detlef Boje vom Verein Ole Schippn plädierte eindringlich für den Erhalt der Schwimmhalle. Manfred Beelert regt ein weiteres Bürgerbegehren an und Elke Fleischfresser forderte noch einmal alle Vereinsmitglieder des Fördervereins auf, sich auch weiterhin für den Erhalt der MWSH stark zu machen und in dem Bestreben, die Bevölkerung einzubeziehen, nicht nachzulassen.
Wer sich informieren möchte, kann dies jederzeit auf der website pro-schwimmhalle-laboe.de sowie an Markttagen auf dem Infostand machen.
„Wir brauchen nach wie vor breite Unterstützung für unseren Verein, es kann doch nicht möglich sein, dass die MWSH gegen den erklärten Bürgerwillen und gegen jede Vernunft, einfach untergeht“ so das Schlusswort des Vorstands.

Unser 1. Plauder-Frühstück am 21.05.2016
Um Mitgliedern und Interessierten die Möglichkeit zu geben, von Vorstand und Aktiven Informationen zeitnah und aus erster Hand zu erhalten haben wir uns dieses neue Angebot einfallen lassen. Wie immer bei etwas Neuem, dauert es bis es so richtig bekannt ist. So folgten am 21.05.2016 zwar nur 10 Personen und ein Kind unserer Einladung, aber es war so eine nette Veranstaltung mit einem wirklich leckeren Frühstück, das wollen wir unbedingt bald wiederholen!
Es wurden viele interessante Informationen ausgetauscht, Ideen und Anregungen diskutiert. Und wir hoffen, dass wir unseren Mitgliedern ein besseres Verständnis für die Arbeit von Vorstand und Aktiven vermitteln konnten.
Einen wichtigen Erfolg können wir auf jeden Fall verzeichnen: Wir haben 2 Angebote tatkräftiger Unterstützung erhalten!
Also liebe Mitglieder: Einige von Ihnen haben am 10.06.2016 auf unserer Jahreshauptversammlung gesagt, Informationen kommen bei Ihnen nicht an – hier bietet sich eine gute Gelegenheit. Kommen Sie – dann schnacken wir! Wir freuen uns auf Sie und Ihre Fragen und Anregungen.
Vielen Dank noch einmal dem Landhaus für die tolle Bewirtung und den Teilnehmern für die vielen netten Gespräche!

Bemühen Sie sich endlich um die Umsetzung des Bürgerentscheids.“ 

Stattdessen werde die Attraktivität der Halle immer weiter beschädigt. Vorstandsmitglied Krutzinna beklagte auf der Jahresversammlung des 596 Mitglieder starken Vereins einen „Reparatur-Stau“ in der Meerwasserschwimmhalle.                Nach Ansicht des Vereins verlange der Bürgerentscheid für den Erhalt der Halle vom September 2014, die Halle so zu erhalten, wie sie war.                                          Die Einführung der Kurabgabe für Schwimmbad-Besucher und die Einführung einer Mittagspause würden immer mehr Badegäste „vergraulen“.
Nach dem ersten Gespräch mit Bürgermeisterin Ulrike Mordhorst gab es noch eine gemeinsame Erklärung, danach nicht mehr, weil sie Vertraulichkeit verlangt habe.  „Es drängt sich der Eindruck auf, dass man nicht wollte, dass dokumentiert wird, was wir besprochen haben“, sagte Krutzinna.                                                              „Der verheißungsvolle Auftakt der Gespräche hat sich leider nicht bewahrheitet“, bedauerte er und betonte:                                                                                    „Die Gemeinde hat den Auftrag des Bürgerbegehrens erhalten, nicht wir.“
„Unsere große Hoffnung hatten wir auf die Kieler Bäder GmbH als Betreiber gesetzt. Doch die Sache wurde gründlich vergeigt“, erklärte Vorstandsmitglied Maren Biewald. Nachdem die Gemeinde ihr Zahlen vorgelegt hatte, habe die GmbH abgewunken. Sollten aber Laboe und die Umlandgemeinden sich entscheiden, ein neues Bad zu bauen, würde Kiel dieses gern mitbetreiben.
Möglichst noch vor der Sommerpause will der Verein der Gemeinde seine Vorschläge für die Halle vorlegen.                                                                                          „Wir glauben nach wie vor, dass es klug ist, eine Schwimmhalle in Laboe zu haben – und nicht irgendwo in der Probstei“, sagte Biewald. Es wäre dagegen nicht klug, für den Transport der Schüler zum Schwimmunterricht viel Geld zu bezahlen. Der Verein sei überzeugt, dass eine maßvolle Sanierung der alten Halle sinnvoll ist, ein verbessertes Nutzungskonzept die Betriebskosten senken und ein besseres Marketing die Besucherzahlen steigern kann. „Wir glauben aber nicht mehr, dass wir oder ein zukünftiger Betreiber diese Halle derzeit übernehmen kann und sollte, weil die Halle bewusst runtergewirtschaftet wurde und alles unternommen wurde, um die Besucherzahlen zu senken“, sagte Biewald. „Wie sollen wir es denn verstehen, dass einerseits mit uns Gespräche noch laufen, unsere Vorschläge noch gar nicht bekannt sind, andererseits aber bereits unterschiedliche Schließungstermine genannt werden?“, fragte Biewald. Sie forderte die Gemeindevertretung auf: „Bemühen Sie sich endlich um die Umsetzung des Bürgerentscheids! Schließen Sie nicht einfach unsere Halle, nutzen Sie sie, bis eine neue Halle steht – und zwar in Laboe!“
Die Satzung wurde mit großer Mehrheit so geändert, dass es jetzt einen gleichberechtigten Vorstand gibt.                                                                         „Der Vorstand führt als Gruppe diesen Verein“,                                             erklärte Krutzinna. Nachdem der bisherige erste Vorsitzende Hartmut Mai aus familiären Gründen ausgeschieden ist und sich keine neuen
Kandidaten gefunden haben, wurden die zuletzt im Vorstand vertretenen Mitglieder einstimmig erneut gewählt. 

KN 13.06.2016 Thomas Christiansen

Laboe Aktuell Mai 2016

Toben nach Herzenslust – Förderverein und TVL luden in die Meerwasserschwimmhalle Laboe
Zum dritten Mal organisierte der Förderverein gemeinsam mit dem TV Laboe in den Ferien in der Schwimmhalle eine Tobestunde für Kinder. Auch dieses Mal wurde das freiwillige Engagement der zahlreichen Helfer dadurch belohnt, dass die Freude der Kinder Bände sprach. Am Donnerstag, den 7. April wurden die Wasserratten von 16 -18 Uhr kostenlos eingelassen und von 7 Rettungsschwimmern betreut und beaufsichtigt.
Viele Kinder sind schon „Stammgäste“ und kommen mit vielfältigen Ideen, wie sie mit anderen Schwimmern die Spiel-, Spaß- und Trainingsutensilien benutzen wollen. Kurz nach 16 Uhr waren 96 Kinder in der Schwimmhalle. Die meisten kamen aus Laboe, gefolgt von Heikendorf, Kiel und der Probstei. Selbst aus Kassel waren Gäste zugegen. Viele Kinder aus unserem Ort verreisen nicht und die Halle ist leider nach wie vor auch in den Ferien donnerstags komplett geschlossen. Da wurde die Tobestunde natürlich gern angenommen. Es war ganz toll zu hören wie die kleinen Gäste am Tresen der MWSH standen und spontan sagten: „Es hat uns sehr gefallen“. Großen Dank an alle die uns bei der Organisation bzw. Durchführung der Veranstaltung geholfen haben. Wir alle hoffen, dass es noch viele solcher Veranstaltungen geben wird, denn es zeigt sich doch, wie wichtig die Meerwasserschwimmhalle für Laboe ist.
Mitglieder treffen beim Vereinsfrühstück
Mit einem „Vereinsfrühstück“ am 21. Mai wollen wir den Kontakt untereinander und die gemeinsame Entwicklung neuer Ideen fördern. Der Verein sucht auch mehr Menschen, die sich z.B. in Projekten wie der Tobestunde, der Öffentlichkeitsarbeit oder der Entwicklung von Zukunftskonzepten für die Schwimmhalle einbringen wollen. Der Förderverein lebt vom Engagement möglichst vieler. Ab 9:30 Uhr treffen wir uns zum Frühstück im Landhaus Laboe, Oberdorf 7. Die Kosten für das Frühstück, die jeder selbst bezahlt, betragen 10,90 € /Person.
Aus organisatorischen Gründen ist eine Voranmeldung erforderlich. Anmeldungen bitte bis zum 14. Mai 2016 bei Elfi Wedel telefonisch unter 04343-424026 oder 0151-59108358 sowie per Mail (<link internal-link link im aktuellen>elfiwedel.laboe@t-online.de)
Jahreshauptversammlung
Für den 10.Juni planen wir unsere diesjährige Jahreshauptversammlung. Freundlicherweise dürfen wir hierfür wieder das Vereinsheim des TVL nutzen. Die Tagesordnung wird vier Wochen vorher im Schaukasten des Vereins an der Schwimmhalle bekannt gegeben. Unter anderem wird über die Gespräche mit der Gemeinde zur Zukunft der Schwimmhalle berichtet werden. Außerdem stehen für einige Funktionen Neuwahlen an. Alle Mitglieder und Interessierte sind eingeladen.

Laboe Aktuell April 2016

Liebe Laboerinnen, liebe Laboer,
nach dem großen Erfolg im letzten Jahr bieten TVL und Förderverein erneut eine Tobestunde für Kinder an. Diese findet in den Osterferien am Donnerstag, den 07.04.2016 von 16:00 Uhr bis 18:00 Uhr statt. Der Eintritt ist kostenlos.

Auf der Jahreshauptversammlung des TV Laboe am 26. Februar 2016 wurde die große Bedeutung der Schwimmhalle für den Sport einmal mehr hervorgehoben. Über 290 kleine und große Schwimmerinnen und Schwimmer des Vereins hoffen auf eine Zukunft des Schwimmsports in Laboe.

Ab diesem Jahr sind alle auswärtigen Schwimmhallenbesucher erstmals verpflichtet, bei Eintritt eine gültige Ostseecard (diese erhalten unsere Urlaubsgäste nach Entrichten der Kurabgabe)oder eine Jahreskurkarte vorzulegen. Ansonsten wird in der MWSH zusätzlich zum Eintritt Kurabgabe fällig. Das trifft insbesondere die Schwimmer aus den Umlandgemeinden, für die sich der Schwimmhallenbesuch erheblich verteuert. Ein Besucherrückgang ist vorprogrammiert. Soweit uns bekannt ist, kam bisher von der Kurabgabe nichts der Schwimmhalle  zu Gute, obwohl sie ja offensichtlich ein Alternativ-Freizeit-Angebot bei schlechtem Wetter darstellt und Grund für viele ist, ihren Urlaub in Laboe zu verbringen! Der Förderverein hofft, dass sich dies, aufgrund der Erhebung der Kurabgabe in der Meerwasserschwimmhalle, ändern wird. Und eine höhere Summe für Investitionen oder Instandhaltungskosten zur Verfügung stehen wird. 
Laboerinnen und Laboer brauchen keine Kurtaxe zu zahlen. Genießen Sie also die Vorzüge unserer MWSH mit dem traumhaften Blick auf die Förde!

…..und noch etwas in eigener Sache:
Zunehmend stellt man uns die Frage, warum wir denn nicht einfach die MWSH übernehmen, man wolle sie uns doch geben! Warum noch Gespräche? Um die Sache etwas verständlicher zu machen, hier noch einmal der Beschluss der Gemeindevertretung vom 11.11.2015 im genauen Wortlaut:
Die Gemeindevertretung beschließt, die Bürgermeisterin nimmt mit PRO Laboe und dem Förderverein Verhandlungen mit der folgenden Zielsetzung auf:
1. Der Verein/die Bürgerinitiative schaffen die Voraussetzung einer Gesellschaft oder eines Vereins zum Betrieb der MWSH
2. Dieser Verein/diese Gesellschaft übernimmt so schnell wie möglich, spätestens jedoch zum September 2016 den Betrieb der MWSH in eigner Verantwortung
3. Die Gemeinde Laboe überlässt dem Betreiber die Liegenschaften zum Betrieb , bleibt aber Eigentümer der Immobilie und findet eine sozialverträgliche Lösung für die Mitarbeiter der MWSH
4. Die Gemeinde Laboe zahlt dem Betreiber einen jährlichen, noch zu benennenden Betrag zur Unterstützung
5. Die Gemeinde Laboe unterstützt den Betreiber bei den Umlandgemeinden zur Mitfinanzierung der MWSH. Bei den Gesprächen muss ein neutraler Berater sowie jeweils ein Vertreter der einzelnen Fraktionen zugegen sein.“
Bis Redaktionsschluss hatte die Gemeinde seit Anfang November zu zwei Gesprächen eingeladen. Wichtige Informationen zur Schwimmhalle hatten die Vertreter des Fördervereins bereits im Januar angefragt. Der weitere Verlauf der Gespräche bleibt abzuwarten.
Der Förderverein selbst kann die MWSH nicht übernehmen, weil es nicht unserem Vereinszweck entspricht (Förder- nicht Betreiberverein). Und ob ein Verein die günstigste Rechtsform wäre, hängt auch von steuerlichen und EU-rechtlichen Fragen ab, die noch zu klären sind.
Gleichwohl sind wir gefordert und bereit, an Verhandlungen zur Entwicklung eines Konzeptes mitzuwirken. Die Übernahme einer Schwimmhalle ist aber ein komplexes wirtschaftliches Unterfangen, das – wie schon gesagt - in rechtlicher und steuerlicher Hinsicht gut überlegt werden muss. Hierzu müssen wir natürlich Einblick in die wirtschaftlichen Zahlen der MWSH bekommen. Niemand wird doch im Ernst annehmen, wir sind so blauäugig, diese kaufmännische Grundregel nicht zu beachten? Und natürlich lassen wir uns zu dieser Frage sachverständig beraten.
Es wurden auch Vermutungen an uns herangetragen, man würde gar nicht ernsthaft mit uns verhandeln, das Ganze sei eine Farce, man würde uns nur vorführen, wolle uns scheitern sehen, um die MWSH dann schließen zu können, wolle uns vor sich hertreiben, usw, usw….
Ja - das ist möglich! Wissen wir auch. Aber der Vorstand hat beschlossen, ehrlichen Herzens in diese Verhandlungen zu gehen und nicht gleich mit negativen Gedanken diese Chance, die MWSH zu halten, einfach so zu vergeben. Das sind wir Ihnen, unseren rd. 600 Mitgliedern und denen, die im Bürgerentscheid für die MWSH gestimmt haben, schuldig. Das sehen wir als Verpflichtung! Auch wenn es bedeutet, unzählige Stunden an – vielleicht ergebnislosen- Sitzungen, Vorbereitungen und endlosen Verhandlungsrunden auszuhalten.
Sollten sich die Befürchtungen jedoch bewahrheiten, dass man den Bürgerwillen erneut missachtet, werden wir nicht zögern, die einzig richtige Konsequenz zu ziehen!
Wir hoffen weiter auf Ihre Unterstützung und darauf, dass Sie alle sich Ihrer Grundrechte als Bürger bewusst bleiben und diese auch weiterhin einfordern.
Weitere Informationen folgen zu gegebener Zeit.
Ihr Förderverein Hallenbad Laboe e.V.
Der Vorstand