29.04.2019

Schreiben an die Herren Bürgermeister Marc Wenzel, Heiko Voß und an die Fraktionsvorsitzenden

Betr.: „Dit un dat ut Laboe“, Politikstil, Schwimmhalle Sehr geehrte Damen und Herren, zwei oben bezeichnete Infoblätter sind uns Bürgerinnen und Bürgern unlängst zugegangen und erfordern diese Reaktion: Zum Politikstil: Unverständlich ist im SPD- Papier der durchweg unversöhnliche, verbissene Konfrontationskurs gegen die Grünen, mit denen die SPD in früheren Jahrzehnten in Bund und Land ja gut und partnerschaftlich zusammengearbeitet hat. ....

Klaus Röttgering
Dipl.-Ing, Dipl.-Wirtschafts-Ing. (TU)

24235 Laboe

 

Herren Bürgermeister Marc Wenzel, Heiko Voß
Damen und Herren Fraktionsvorsitzende Grüne, CDU, LWG, SPD, K-CF

Betr.:Dit un dat ut Laboe“, Politikstil, Schwimmhalle

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

zwei oben bezeichnete Infoblätter sind uns Bürgerinnen und Bürgern unlängst zugegangen und erfordern diese Reaktion:


Zum Politikstil: Unverständlich ist im SPD- Papier der durchweg unversöhnliche, verbissene Konfrontationskurs gegen die Grünen, mit denen die SPD in früheren Jahrzehnten in Bund und Land ja gut und partnerschaftlich zusammengearbeitet hat. Die Grünen machen auch Fehler, aber sie sind die einzigen, die in den vergangenen Jahren die verkrusteten Strukturen in Laboe aufgebrochen und den Ort wieder positiv mit politischem Leben erfüllt haben. Auch CDU und LWG müssen zur partnerschaftlichen Kooperation zum Wohle Laboes bereit sein!
Wie ein bürgernaher Politikstil geht, hat Karl-Chr. Fleischfresser mit seinem gleichnamigen Infoblatt gezeigt, emphatisch, verbindlich und auch hinsichtlich der Meerwasserschwimmhalle (MWSH) an „Wahrheiten, Tatsachen und Fakten“ orientiert.


Zur Sache: Wie geht es nun endlich mit der Schwimmhalle weiter?
Es ist völlig unverständlich und sachlich nicht nachvollziehbar, weshalb von den Altparteien gegen alle Vernunft jetzt weiterhin eine Lösung blockiert wird! Endlosgespräche ohne klare Zielvorstellungen bringen nichts!
Zunächst ist keineswegs „klar, dass es … um eine neue Halle als kommunales Bad für den Schwimmsport vor allem für Schulkinder und
Vereinssportler geht“, wie Herr Slenzcek schreibt. Und geradezu grotesk ist es, dass die SPD sich damit brüstet, „einen Ausschuss zur Erarbeitung eines Laboer Schwimmhallenkonzepts“ verhindert zu haben! Ich stelle hierzu klar:
Erstens: Die SPD – Bürgermeisterkandidatin Inken Kuhn hat sich- wie die Kandidaten von CDU und Grünen vor der Bürgermeisterwahl – für eine Schwimmhalle in Laboe ausgesprochen. Wollen SPD und CDU das mit einer weiteren Rolle rückwärts als Lüge entlarven?!
Zweitens muss es in der Sache endlich mal vorangehen! Die andauernde Blockadehaltung ist verantwortlich dafür, dass seit 2014 zwei Bürgerentscheide einfach nicht beachtet wurden und Bürgerbeteiligung abgelehnt wurde. Das ist weder sozial noch christlich noch demokratisch! Ein einmaliger, unerhörter Vorgang! Und die Baupreise steigen weiter.
Drittens, und nur das ist ein echter „Blick nach vorn“: Es geht beim jetzigen Stand der Dinge nur voran, wenn zunächst Laboe als Träger der jetzigen Meerwasserschwimmhalle ein Konzept erarbeiten lässt. Nur das wird für alle potentiellen Geldgeber auch hinreichend klar aufzeigen, ob und in welchem Umfang eine neue Schwimmhalle, ggfs. unter Einbeziehung noch intakter Bausubstanz, finanzierbar und realisierbar ist. Und ohne Einbeziehung des Tourismus geht es doch nicht! Weder in Wirtschaft noch Verwaltung wird jemand verbindliche Finanzierungszusagen machen, wenn weder das Konzept, noch der Finanzierungsumfang noch die Lage klar sind!
Alles andere ist doch weltfremd!
Grundsätzliche Mitfinanzierungsbereitschaft ist von einigen Gemeinden ja schon erklärt worden, zu mehr müssen vorher konkrete Informationen bereitgestellt werden.
Nun muss endlich eine Machbarkeitsstudie her!
Zur Positionierung nur so viel: Als Standort sind nur noch Laboe und Schönberg im Gespräch. Schönberg hat andere Probleme: Eine kilometerlange, dauerhaft kostenintensive Strandsituation und die Bahnverbindung. Und die nordöstliche Probstei ist dünn besiedelt. In der Förderegion nördlich der Schwentine bis Laboe aber leben rd. 35.000 Menschen, dort sind die meisten auch weiterführenden Schulen. Hier können alle auch in tourismusarmen Jahreszeiten den größten Kostendeckungsbeitrag leisten, siehe Anlagen 1 und 2.
Aus meinen Gesprächen mit dem Tourismusreferat des Wirtschaftsministeriums (meine ehemalige Dienststelle) und der für die Bearbeitung der Förderbescheide zuständigen Investitionsbank SH, Herr Kevin Auffenbauer, Tel. 0431-99052814, kevin.auffenbauer@ib-sh.de , habe ich die Empfehlung mitgenommen, dass ein Antrag auf eine Machbarkeitsstudie baldmöglichst eingereicht werden sollte.
Erst wenn diese Machbarkeitsstudie vorliegt, können konkreter Bau- und Finanzierungsumfang am Standort sowie Finanzierungsbeteiligungen Externer abgeklärt werden. Erst dann ist es an der Zeit, verbindlich zu entscheiden.
Ich appelliere an alle Fraktionen, mit diesem Ziel jetzt endlich konstruktiv zusammenzuarbeiten und diesen unsäglichen Dauerschwebezustand zu beenden!
Und ich appelliere an die Bewerberin / die Bewerber um das Bürgermeisteramt: Halten Sie Wort!

Mit freundlichen Grüßen,
Klaus Röttgering
klaus.roettgering@web.de

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